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«Was du ererbt von deinen Vätern hast...»

Michael Endes Phantasien - Symbolik und literarische Quellen

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Claudia Ludwig

Der enorme Erfolg seiner Bücher hat offenbar selbst Autor Michael Ende überrascht. Im Zuge der explosionsartig steigenden Verkaufszahlen der «unendlichen Geschichte» eroberte sich Anfang der 80er Jahre auch der Märchen-Roman «Momo» einen Stammplatz auf den Bestsellerlisten. Wie kam es zu diesem grossen Erfolg? Was unterscheidet Ende von der (trivialen) Fantasy-Literatur, die gleichzeitig in Massenauflagen Einzug in die deutschen Bücherregale hält?
Die Arbeit wandelt bei der Beantwortung dieser Fragen auf den Spuren Endes literarischer Vorbilder und stellt deren jeweilige motivische und gestalterische Einflüsse anhand von Beispielen und Zitaten dar. Bei diesen vielfältigen epochenübergreifenden Vergleichen stellt sich heraus, dass Michael Ende eher in der Tradition der Romantik anzusiedeln ist, als einfach ein «deutscher Tolkien» zu sein, wie einer seiner Rezensenten behauptet. Aus dem Versuch, das Konglomerat von Parallelen, Topoi und literarischen Quellen aufzuschlüsseln, entwickelt sich die These, dass gerade in dieser Zusammenstellung eine wesentliche Ursache für den Erfolg von Endes Büchern zu sehen ist.
Aus dem Inhalt: Die drei bedeutendsten Werke Michael Endes, «Jim Knopf», «Momo» und «Die unendliche Geschichte» werden mit Vorbildern aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur, der Fantasy-Literatur und der Romantik verglichen. Ein zweiter Teil beschäftigt sich mit der komplexen Symbolik des Autors.