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Religionskritik, Religionssoziologie und Säkularisation

Heinz Meyer

Der historische Überblick über die markanten Positionen der Religionskritik und der Religionssoziologie leitet zur Analyse der Säkularisation als eines empirischen Phänomens über: Als allgemeine anthropologische Prozesse, das heißt, als generelle Akzente der menschlichen Konstruktion der Wirklichkeit, werden das Divinieren und das Profanieren vor allem mit Hilfe religionsgeschichtlicher und religionsvergleichender Fakten deutlich gemacht. Auf der Basis des empirisch orientierten kritischen Rationalismus erscheint der Mensch als ein Wesen, das die Komplexität der Wirklichkeit unter anderem in divinierenden und profanierenden Apperzeptionen zu begreifen sucht. Indem Religion das Extraordinäre faßbar macht, trägt sie - in Grenzen - zur Trivialisierung der Welt und so auch zur Auflösung ihrer selbst bei.
Aus dem Inhalt: Die Aufklärung der Macht, des Geistes, der Tugend und der Sinnlichkeit - Die Relativität numinosen Erlebens und numinoser Gestalten - Das religiöse Begreifen des Extraordinären - Die Entzauberung der Welt - Die Selbstauflösung der Religion - Die Zukunft der Religion.