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Das glîchnisse Meister Eckharts: Form, Inhalt und Funktion

Kleine Studie zur negativen Metaphorik

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Eckehart A. Marenholtz

Diese Untersuchung des glîchnisses nach rhetorischen Kriterien und anhand des Eckhartschen Seinsbegriffes zeigt die Relativität des Wortes in der negativen Theologie. Bezeichnungen wie Vergleich, Metapher und Bild kommen dem glîchnisse nur formal zu; inhaltlich ist es Ausdruck der Eckhartschen Seinsanalogie, und es fungiert als Ausgangspunkt, Weg und Ziel der Anagoge zum Verständnis des göttlichen Seinsgefüges. Mit fortschreitender Erkenntnis nimmt das Wort verschiedene rhetorische Bedeutungen an, um schliesslich belanglos zu werden. Der letzte Sinn des glîchnisses liegt darin, die blosse Analogie zu über- winden zugunsten der absoluten Identität, d.h. dem Menschen die uneingeschränkte Partizipation an der Gottheit zu ermöglichen durch die Bewusstmachung der vorgegebenen Einheit der Mannigfaltigkeit.
Aus dem Inhalt: I. Einführung: Aufgabe, Methode und Forschungsstand. II. Eckharts Seins- und Sprachbegriff. III. Das glîchnisse als Vergleich, Metapher und Bild im Lichte des Seins- und Sprachbegriffes. IV. Schlussbetrachtung: daz glîchnisse und die glîchnisse.