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Dichtung und Umwelt von Gilgamesch bis zu den «Physikern»

Das Sprachkunstwerk zwischen Erde, Leib und Geist

Rudolf Kreis

Die Trägermuster der Dichtung - Rhythmus und Figuration - sind schon in den neuronalen Prozessen unseres Gehirns verankert, die den Grundstrom unserer Wahrnehmung steuern. Damit ist die «Materie» unseres Leibes, die in Äonen entstandene Eigenproduktion der Natur, für sich selbst schon eine Nachricht. Deren Vernunft aber heißt: Beziehung, biokybernetisch: Vernetzung. Sie ist dem, was wir Seele, Geist, in-der-Sprache-Sein nennen, als musterbildender Prozeß gegensteuernd vorgelagert. Das erklärt auch, warum sich das Paradox des Gilgamesch: seine Umwelt zu zerstören und zugleich verzweifelt das Leben zu suchen, als Interferenzmuster in großer Dichtung variiert wiederholt bis zu Dürrenmatts «Physikern».
Aus dem Inhalt: Gilgamesch und Abraham - Die Heldenreise ins Nichts und der heilige Weg. Der gestörte Haushalt der gotischen Welt im leiblichen Spiegel der Dichtung. Von der scholastischen zur aufgeklärten Inquisition der Natur etc.