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Vergangenheitsbewältigung in Deutschland

Eine kulturpsychiatrische Studie über die «Faschismusverarbeitung», gesehen aus dem Blickwinkel der Zwei Kulturen

Meinhard Adler

Die psychosoziale Bedeutung des Wortes «Faschismus» wird mit einer definierten, psychiatrischen Methode beschrieben. Der erste Teil stellt die Funktion des Wortes als persönliches und soziales Instrument der Machtausübung dar, unterschiedlich in DDR und Bundesrepublik.
Im zweiten Teil geschieht eine quasi hermeneutische Deutung des nationalsozialistischen Ideologie-Feldes: Romantik und technologische Ordnung, Todesbereitschaft und ihre Verdrängung, der Begriff der Natur und die Zentrierung dieser Kategorien in Hitler, sind wichtige Punkte eines strukturellen Zusammenhangs.
Der dritte Teil behandelt sowohl die Form der Verarbeitung als auch «Faschismus» selbst unter evolutionshistorischen Perspektiven. Die Frage stellt sich neu: Ist Aufklärung eine literarisch-politische Fortsetzung eines kulturellen Herrschaftsspiels oder eine naturwissenschaftlich-methodische Aufklärung mit hieraus folgender Handlungs- und Verantwortungsethik?
Aus dem Inhalt: Eine kulturpsychiatrische Methode - Der instrumentelle Gebrauch des Wortes Faschismus - Verstehens- und Erklärungszusammenhänge im Nationalsozialismus - Können wir aus dem Faschismus lernen oder was ist Aufklärung?