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Christa Wolf - Konturen

Werner Krogmann

Aus dem Wunsch, «gekannt zu sein» («Unter den Linden») sowie aus der Kernfrage «Wie sind wir so geworden, wie wir heute sind» («Kindheitsmuster») entwickelt sich für Christa Wolf ein Spannungsverhältnis, das ihr literarisches Werk weitgehend bestimmt. Diese Monographie untersucht das Gesamtwerk vom «Geteilten Himmel» bis zu «Störfall», die Autorenpoetik wie die Techniken des Schreibens, auch des verdeckten und des weiblichen Schreibens. Vor dem Hintergrund der historischen und gesellschaftlichen Bedingungen, die das Werk wie die Person der Autorin prägen, entsteht so ein Gewebe, das neben der Autorenintention jene Kräfte sichtbar macht, die auf das Werk einwirkten und es formten. Dieses spannungsreiche Feld erfordert Interpretationsansätze, die bisher in dieser Weise nicht auf ihr Werk angewandt worden sind.