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Das Christinen-Denkmal von Antonio Canova und der Wandel in der Todesauffassung um 1800

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Angelika Gause-Reinhold

Das Christinen-Denkmal von Antonio Canova visualisiert als ein Zeugnis des umfassenden Umbruchs in der Kultur der europäischen Gesellschaften um 1800 den sich in der Sepulkralplastik erstmalig dokumentierenden, tiefgreifenden Wandel menschlichen Selbstverständnisses, insbesondere jedoch eine sich wandelnde Todes- und die darin implizite Seinsauffassung. Um den komplexen Sinngehalt in seiner vermeintlichen Ganzheit für den heutigen Betrachter faßbar werden zu lassen, wird das Werk und seine Entstehung u.a. diskursanalytisch in die konkreten historischen Handlungszusammenhänge vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Normen und Werte gesetzt. Eine hermeneutische Analyse des Objektes unter rezeptionästhetischem Ansatz erschließt die neue agnostische Todesauffassung.
Aus dem Inhalt: Zur Sprachlosigkeit der Ikonographie im Klassizismus - Vom Pathos des Jenseitsglaubens zum visualisierten Agnostizismus - Das Nichts - Der Tod und das Nichts in der zeitgenössischen Philosophie: Bewältigungsstrategien einer Erkenntnis.