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Das Problem der Identität in Gottfried Kellers Prosawerk

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Kristina Russell-Sandberg

Russells Untersuchung zu Kellers Prosawerk demonstriert, dass die existentielle Erkundung des eigenen Selbst nicht nur die Antriebskraft zum Grünen Heinrich für Keller gewesen ist, sondern dass sich an Hand der anderen Prosawerke eingehend belegen lässt: die Frage nach dem Selbstbewusstsein des Menschen war ein Kristallisationspunkt seiner ganzen erzählenden Dichtung. Es gilt zu zeigen, inwiefern Keller an seinen Figuren eine Lebensproblematik dargestellt hat, die die Künstler im 20. Jahrhundert von den ihrer eigenen Situation gemässen Aufgaben her gleichfalls über Jahre hin erregte. Der Vergleich mit der Moderne, mit dem Werk Frischs, gehört zum Ansatz der Arbeit.
Aus dem Inhalt: Wie das Gesamtwerk belegt, ist Keller in seiner langen und wiederholten Auseinandersetzung mit dem Problem der Identität der Komplexität der Ich-Synthese dadurch gerecht geworden, dass er das Streben des Menschen nach Selbstdefinition nicht einseitig, sondern von mehreren Perspektiven aus betrachtet hat.