Show Less
Restricted access

«Lex mercatoria» in Europa und Wiener UN-Kaufrechtskonvention 1980

«Conflict avoidance» in Theorie und Praxis schiedsrichterlicher und ordentlicher Rechtsprechung in Konkurrenz zum Einheitskaufrecht der Vereinten Nationen

Andreas Kappus

«Conflict avoidance» heißt das noch junge Zauberwort im IPR der Schuldverträge, das die einfache Erkenntnis nutzt, daß es ohne Rechtskollisionen kein Kollisionsrecht gibt. Deshalb zielen internationale «lex mercatoria» und einheitliches UN-KaufR/CISG auf eine Verdrängung des IPR aus dem Recht der internationalen Schuldverträge ab, und zwar ausdrücklich im Namen jener handelsschaffenden Effekte, die eine materielle Rechtseinheit zwangsläufig nach sich ziehen. Die vorliegende Untersuchung weist - ausgehend von der praktischen Relevanz der «lex mercatoria» in der schiedsrichterlichen und ordentlichen Rechtsprechung maßgeblicher europäischer Rechtsordnungen - die Zulässigkeit eines «lex mercatoria» -Vertragsstatuts nach und beantwortet Kollisionsfragen mit dem UN-KaufR/CISG.
Aus dem Inhalt: Historische Entwicklungslinien der «lex mercatoria» - Fallstudien zur Rechtsprechungspraxis in Europa - «Lex mercatoria» - Vertragsstatut nach IPR - Das dualistische Konzept der «conflict avoidance»: «Lex mercatoria» und UN-KaufR.