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Theodor Fontanes «Stine»: Eine Entzauberte «Zauberflöte»?

Zum Humanitätsgedanken am Ausklang zweier Jahrhunderte

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G.H. Hertling

Fontanes tiefe Verbundenheit zu W.A. Mozart und zu dessen klassischem Erbe wird sowohl textanalytisch als auch geistesgeschichtlich nachgewiesen. Kompositorisch sowie ideengehaltlich vergleicht der Verfasser «Stine» (1890) mit der «Zauberflöte» (1791) und sieht diese Werke, trotz scheinbarer Diskrepanzen, als künstlerische und weltanschauliche Manifeste am Abend zweier Jahrhunderte - als Verkündungen reinen Menschentums, das von neuen Zeiterscheinungen und kulturkritischen Umwertungsversuchen bedroht war. Die Studie erschliesst, dass auch Fontanes aus dem klassischen Idealismus geborener Glaube an ein zukünftiges, freisinniges und vorurteilsfreies Menschentum trotz heftigster «Neuwerte-Prophezeiungen» unerschüttert blieb.
Aus dem Inhalt: Werkimmanente sowie geistesgeschichtliche Untersuchungen zu Theodor Fontanes («Stine»: 1890) und W.A. Mozarts («Die Zauberflöte»: 1791) klassischen Humanitätsidealen im kulturhistorischen Kontext des 18., 19. und 20. Jahrhunderts.