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Irmgard Keun. Das Erzählwerk der dreißiger Jahre

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Doris Rosenstein

Die Untersuchung der Erzählprosa Irmgard Keuns aus den 30er Jahren erfolgt unter dem Blickwinkel des Wechselspiels zwischen historischer Zeit und romanhaft erzählter Zeit. Keuns zwischen 1931 und 1938 erschienene Bücher werden vor dem Hintergrund der Situation am Ende der Weimarer Republik, zu Beginn des Dritten Reiches und während der Exilphase zwischen 1935 und 1939 beleuchtet. Daß es sich dabei um einen Zeitraum handelt, der durch rasante und tiefgreifende Umbrüche geprägt war, ist offensichtlich. Eine schwierige Zeit für eine Autorin, die sich die aktuelle Gegenwart als Erzählgegenstand gewählt und dafür ein zugleich kritisch-registrierendes und humoristisch-unterhaltendes Erzählverfahren entwickelt hat.
Aus dem Inhalt: Die «neue Frau» der 20er Jahre, «Erotik», «Aufstiegskonzepte von Büromädchen», «Großstadt Berlin» als Themen der ersten Zeitromane Keuns - Schreiben im Dritten Reich - Literarische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus - Exil in Europa und Amerika als Erfahrung und Erzählgegenstand.