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Alphabetisierung und Lektüre

Untersuchung am Beispiel einer ländlichen Region im 17. und 18. Jahrhundert

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Marie-Louise von Wartburg-Ambühl

Der Autorin ist es gelungen für einen ausserordentlich frühen Zeitraum aufschlussreiche Zusammenhänge zwischen Lesefähigkeit, Lesestoffen und -gewohnheiten einer ländlichen Bevölkerung nachzuweisen. Ausgehend von einer detaillierten quantitativen Erfassung der Leser und Bücher auf der Zürcher Landschaft liess sich nachweisen, wie sehr Alphabetisierungsgrad und Bücherbesitz von ideologischen, politischen und sozioökonomischen Faktoren abhängig sind. Nicht zuletzt sind es die erfassten Bücher selbst, die als «documents de verité» Aufschluss geben über geistige, kulturelle und materielle Verhältnisse einer Bevölkerungsschicht, die in anderen Quellen kaum in unser Blickfeld gerät. Die Arbeit ist sowohl von historischem, volkskundlichem als auch literaturwissenschaftlichem Interesse.
Aus dem Inhalt: Alphabetisierungsprozess auf der Zürcher Landschaft: Regionale Entwicklung der geschlechtsspezifischen Lese- und Schreibfähigkeit - Mengenmässige Entwicklung der Buchbestände (Quantität der Lesestoffe) - Art der Buchbestände (Qualität der Lesestoffe) - Lesegewohnheiten.