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V.A. Huber, S. Imanuel und die Formationsphase der deutschen Anglistik

Zur Philologisierung der Fremdsprache des Liberalismus und der sozialen Demokratie

Renate Haas

Trotz der weitreichenden Bedeutung des Englischen und englischsprachigen Schrifttums unterschiedlichster Art wurden englische Studien in Deutschland erst sehr spät - Jahrzehnte nach der Germanistik und Romanistik - als eigenständige Wissenschaft etabliert. Paradoxerweise errangen sie diese Anerkennung als enge Philologie, die in großer Einseitigkeit auf die alte Literatur und speziell die ältesten Sprachstufen ausgerichtet war.
Anhand zweier exemplarischer Vertreter untersucht die vorliegende Studie diese Entwicklung und ihre Gründe nicht nur eingehend im Kontext der Nachbardisziplinen, sondern im großen Rahmen der Allgemein-, Wissenschafts- und Bildungsgeschichte.
Aus dem Inhalt: Forschungsstand - «Bildungsaristokratische» Wissenschaft und die praktische Entwicklung einer modernen bürgerlichen Bildung - Das Bildungsbürgertum und die Philologisierung der englischen Studien.