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Schweizer Universalismus, Uno-Partikularismus

Die Bedeutung des Universalitätsprinzips in der Frage des Beitritts der Schweiz zur Organisation der Vereinten Nationen, unter besonderer Berücksichtigung der Verhandlungen in der Bundesversammlung

Rolf-Paul Hägler

Ist die Neutralität der Schweiz mit einer Mitgliedschaft in der UNO vereinbar? Diese Frage ist überholt, wie aus dem Buch «Schweizer Universalismus, UNO-Partikularismus» hervorgeht. Zwar musste die UNO ursprünglich, laut Artikel 53 und 107 ihrer Charta (Feindstaaten- klauseln), als ein gegen Deutschland und Italien (u.U. auch gegen Österreich) gerichtetes Sonderbündnis betrachtet werden, weshalb ihr die Schweiz, aufgrund des Universalitätsprinzips, nicht beitreten konnte. Jede realistische schweizerische Politik muss nämlich auf die Nachbarländer Rücksicht nehmen! Nachdem die beiden deutschen Staaten, Italien und Österreich in die UNO aufgenommen wurden, ent- fallen aber die nach dem 2. Weltkrieg gehegten Bedenken. Die Neutralität fordert nun sogar, dass die Schweiz den Beitritt zur universell gewordenen UNO, Vorstufe der friedensstiftenden Welt- republik, vollzieht.
Aus dem Inhalt: Einleitung (UNO und Weltrepublik) - Schweizer Universalismus (Aussenpolitische Grundprinzipien) - UNO-Parti- kularismus (Vom Kriegsbündnis zur Universalität) - UNO-Universalis- mus, Schweizer Partikularismus? (Beitrittsdebatten) - Schluss- folgerungen (Der Weg zur Weltrepublik) - Anhänge: Bundesrätlicher Völkerbundsentwurf usw.