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Goethe - Naturwissenschaft Humanismus Bildung

Ein Versuch über die Gegenwart klassischer Bildung

Günther Böhme

Dieser pädagogisch-bildungsphilosophische Beitrag zum Verständnis Goethes unterscheidet sich von anderen Versuchen dadurch, daß er zeigt, wie zwiespältig und widersprüchlich das Verhältnis Goethes zur Pädagogik war. Daher geben auch seine Bildungsromane kein Fundament ab für einen Bildungsbegriff, der für unsere Gegenwart tauglich ist. Dagegen ist sein naturwissenschaftliches Verständnis von höchster Aktualität, und die von ihm als Naturforscher entwickelten Begriffe und Anschauungen sind geeignet, unser gestörtes Verhältnis zur Natur wieder zu verbessern. Die vorliegende Studie widmet daher den naturwissenschaftlichen Schriften Goethes besondere Aufmerksamkeit. Daneben sind es die kunsttheoretischen und autobiographischen Äußerungen Goethes, die zur Formulierung eines aktuellen Bildungsbegriffs herangezogen werden. Die viel zu wenig beachtete Beziehung Goethes zu Dante rundet das Bild des Goetheschen Humanismus ab.
Aus dem Inhalt: Pädagogische Ambivalenzen Goethes - Das an der Natur geübte gegenständliche Denken - Das Abenteuer der Vernunft in der Ästhetik - Klassisches Maß und moderne Form - Weltfrömmigkeit am Rande des Christentums - Goethe und Dante, Anfang und Ende einer Epoche.