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Ironie und Krise

Ironisches Erzählen als Form ästhetischer Wahrnehmung in Thomas Manns «Der Zauberberg» und Robert Musils «Der Mann ohne Eigenschaften»

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Peter-André Alt

Eine Untersuchung der Ironie in Thomas Manns «Zauberberg» und Robert Musils großem Romanfragment scheint verheißungsvoll, weil sie nicht nur Gelegenheit bietet, das Ineinander von Ironie und Dichtung zu durchdringen, sondern noch jene Aporien bezeichnet, welche ironisches Erzählen zur reinen Negation anhalten. Unter Bezug auf Hegels «Ästhetik» soll gefragt werden, ob Ironie tatsächlich - nach Lukács - die Objektivität des modernen Romans sei oder ob nicht das jeder Verneinung angehörende utopische Wollen haltlos bleibt, wenn es zur einzigen Bedingung umfassende Verwerfung von Wirklichem hat. Denn vor der Verlassenheit im Dissoziierten bekundet sich Ironie als vergebliches Unterfangen, ein letztes Mal die Geschlossenheit der Form gegen das undurchdringlich Reale zu behaupten.
Aus dem Inhalt: Ironie als literarische Form und ästhetische Wahrnehmung - Ironischer Stil im «Zauberberg» und im «Mann ohne Eigenschaften» - Das ironische System - Die Personentypologien - Wirklichkeit als Modell - Von der Ironie zur Utopie - Konvergenz und Divergenz: Mann, Musil.