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Konzeptuelle Kunst in Amerika und England zwischen 1963 und 1976

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Thomas Dreher

In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre schälte sich Konzeptuelle Kunst in Amerika und England als avancierteste Kunstrichtung heraus. Konzeptuelle Künstler überarbeiteten die neuen intermediären Präsentationsmöglichkeiten, die in neoavantgardistischen Tendenzen seit Ende der fünfziger Jahre geschaffen wurden, und nutzten sie zur Thematisierung kunsttheoretischer Probleme. Auf die Kunstkritik der sechziger Jahre, die auf die neuen Kunstformen nicht mit neuen Fragestellungen antworten konnte, reagierten konzeptuelle Künstler mit neuen methodischen Ansätzen. Sprachphilosophische Überlegungen waren besonders bei der Künstlergruppe Art&Language sowie Joseph Kosuth und Victor Burgin Ausgangspunkte für kritische Auseinandersetzungen mit dem etablierten Kunstdiskurs. Aus Kunst-als-Kunst, aus einem rein formalen Bezug von Kunstwerken auf autonome Kunstformen, wird eine Kunst-über-den-Kunstbetrieb: Konzeptuelle Künstler thematisieren und kritisieren soziale und ökonomische Rahmenbedingungen des Kunstbetriebs, die alternative Kunstkonzepte verhindern.
Aus dem Inhalt: Formalistische Kunstkritik contra konzeptuelle Künstlertheorien - Seth Siegelaubs Ausstellungen mit Text-Arbeiten (1968-1970) - Präsentation von konzeptuellen Werken in Gruppenausstellungen über aktuelle Kunst von New Yorker Museen (1970) - Kunst-über-den-Kunstbetrieb - Werkanalysen: Art&Language, Mel Bochner, Joseph Kosuth, Sol Le Witt.