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Varnhagen von Enses Denkwürdigkeiten als 'Dichtung und Wahrheit'

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Cornelia Fuhrmann

«George Sand ist eigentlich ein Mann», sagen die Anhänger, und «Varnhagen war eigentlich ein Weib», sagten die Gegner; ob Emanzipationsfrage oder Androgynenideal der Romantik - es ist im Grunde eine Frage des Standpunktes. Varnhagen kommt in dieser Arbeit vor allem als Mensch seines Zeitalters zu Wort; sie führt in jene historischen Räume, in denen die Denkwürdigkeiten lebendig werden. Die Auseinandersetzung Varnhagens mit Goethes zyklischer Lebensauffassung rührt an das Miteinander von Kunst und Leben sowie Natur und Tod. Es wird die Wandlung einer Epoche vom wirkenden zum nachbedenkenden Prinzip dargestellt, wie sie von Prometheus und Epimetheus und in Analogie dazu von Goethe und Varnhagen verkörpert wird.
Aus dem Inhalt: Varnhagen, der aktuelle Autor - Die Vorbildfunktion Goethes für Varnhagen - Varnhagen zwischen der Memoirenliteratur des 18. Jahrhunderts und den Historiographen der Befreiungskriege.