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«Vom Glück der Zwitter»

Geschlechterrolle und Geschlechterverhältnis bei Günter Grass

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Claudia Mayer-Iswandy

In diesem Buch geht es um die Bedeutung und Entwicklung der Geschlechterrollen in Grass' Gesamtwerk. Im Zentrum des Interesses steht das in der Grass-Forschung bislang ausgesparte Verhältnis beider Geschlechter zueinander und damit die Rolle von Mann und Frau, deren Ursprung und Funktion, die historische Entwicklung der Rollenstereotypen und der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung. Der Zugang hierzu wird erschlossen über die kritische Sichtung der älteren und neueren soziologischen, psychoanalytischen und historischen Forschungsliteratur, wobei Grass' Gesamtwerk der sozial und sozialpsychologisch analysierten Realität und ihren Modifikationen gegenübergestellt wird. Die Ergebnisse dieser Werkanalyse zeigen, daß sich Grass als einer der ersten überhaupt mit der Männerrolle beschäftigt hat. Sein Beitrag ist die systematisch durchgeführte vernichtende Revision des traditionellen Selbstverständnisses der Männer.
Aus dem Inhalt: Rollenverhalten und Geschlechtsstereotypen - Ideologische Herrschaftsbegründung in der Bibel - Dämonisierung und Mystifizierung der Frau - Kompensationszwang und Profilneurose: Der Danziger Schülerkosmos - Geschlechterkampf im «Butt» - Rollenbild und soziale Realität.