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Zur Geschichte der Psychologie in Berlin

Zweite, erweiterte Auflage

Series:

Lothar Sprung and Wolfgang Schönpflug

Psychologiegeschichte wird in diesem Buch mit dem Paradigma der Regionalgeschichte dargestellt. Berlin, die preußische Metropole und deutsche Hauptstadt, hat in den letzten 300 Jahren bedeutende Impulse auf die Psychologieentwicklung in Deutschland und darüber hinaus ausgeübt und wichtige Entwicklungen von außen aufgenommen. Der Zeitraum reicht von der Gründung der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften im Jahre 1700 bis zur Gegenwart. Behandelt wird die Psychologie in ausgewählten Entwicklungslinien an der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Friedrich-Wilhelms-Universität (der heutigen Humboldt-Universität), dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, der Freien Universität und in der Praxis. Dabei werden u.a. auch das Leben, Werk und Wirken von Max Dessoir, Karl Duncker, Hermann Ebbinghaus, Kurt Gottschaldt, Friedrich Harms, Erich von Hornbostel, Wolfgang Köhler, Moritz Lazarus, Otto Lipmann, Hermann Lotze, Hans Rupp, Harald Schulz-Hencke, Kripal Singh Sodhi, Hajim Steinthal, Carl Stumpf und Wilhelm Wundt dargestellt.
Aus dem Inhalt: Lothar Sprung/Helga Sprung/Wolfgang Schönpflug: Welchen Sinn hat eine Regionalgeschichte der Psychologie? Welchen Sinn hat insbesondere das Studium der Geschichte der Psychologie in Berlin? – Lothar Sprung/Wolfgang Schönpflug: Entwurf für eine Geschichte der Psychologie in Berlin – Eckardt Scheerer: Die Berliner Psychologie in der Zeit der Aufklärung (1746-1806) – Horst-Peter Brauns: Friedrich Harms: «Die Psychologie ist ... eine philosophische Wissenschaft» - ein Beitrag zur Berliner Psychologie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Wolfgang G. Bringmann/Horst-Peter Brauns/Michael W. Bringmann: Wundt an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin - ein Vergleich autobiographischer und privater Dokumente – Helga Sprung: Hajim Steinthal und Moritz Lazarus und die Ursprünge der Völkerpsychologie in Berlin – Reinhardt Pester: Unterwegs von Göttingen nach Berlin: Hermann Lotze im Spannungsfeld von Physiologie und Philosophie – Hans-Jürgen Lander/Matthias Huth: Hermann Ebbinghaus - ein Pionier der Gedächtnisforschung – Gesine Grossmann: «Der Historiker ... hat auch dem scheinbar Unbedeutenden Liebe und Arbeit zu widmen» - Max Dessoir – Helga Sprung/Lothar Sprung: «Wir brauchen einen Mann, welcher heimisch ist in ... der experimentellen Psychologie» - Carl Stumpf in seiner Berliner Zeit (1894-1936) – Rainer Reisenzein: Stumpfs kognitiv-evaluative Theorie der Emotionen – Siegfried Jaeger: Wolfgang Köhler in Berlin – Sören Wendelborn: Karl Duncker - Aspekte des Lebens eines Gestaltpsychologen – Martin Müller: Erich Moritz von Hornbostel und die kulturvergleichende Psychologie in der Berlin-Frankfurter Schule der Gestaltpsychologie – Lothar Sprung/Rudi Brandt: Otto Lipmann und die Anfänge der Angewandten Psychologie in Berlin – Sören Wendelborn/Martin Müller: Hans Rupp - ein praktischer Psychologe an der Berliner Universität in der Zeit des Nationalsozialismus – Dietrich Bodenstein/Gesa Wunderlich: Eine Vision S. Freuds über die psychoanalytische Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung und deren Verwirklichung in Berlin – Mitchell G. Ash: Die psychologische Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik – Wolfgang Schönpflug/Horst-Peter Brauns: Psychologie an der Freien Universität Berlin – Petra Rösgen: Kripal Singh Sodhi und die Anfänge der Sozialpsychologie in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg.