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«wort unde werc»

Studien zum narrativen Diskurs im «Parzival» Wolframs von Eschenbach

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Alexandra Stein

Die vorliegende Studie konzentriert sich vor allem auf die Struktur und das literaturtheoretische Konzept des Werkes. Auf unterschiedlichen Diskursebenen untersucht sie, wie das Erzählte und seine narrative Ordnung im Sinne einer Rezeptionsanleitung funktionalisiert sind. Die Analyse des fragmentarisch konzipierten Textes begründet die These, Wolframs 'Parzival' lasse sich als ein an die mittelalterliche Feudalgesellschaft gerichtetes Plädoyer verstehen, welches letzlich auf eine Umwertung der Werte abzielt: als Plädoyer für eine auf Sprache und höfischem Zeremonialhandeln basierende Selbstvergewisserung, die an die Stelle der Selbstdefinition durch den ritterlichen Kampf tritt und dadurch den Gottes 'ordo' verletzenden Menschen- und Brudermord verhindern kann.
Aus dem Inhalt: Struktur der Bewährungswege - Gahmuret - Feirefiz - Loherangrin - Parzivals Kindheit - Schuldproblematik - Gralgesellschaft - Prolog - 'Bogengleichnis' - 'Selbstverteidigung' - Rezeptionslenkung - Fragmentarischer Schluß.