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Ein undemokratischer Demokrat: Gustav Bauer

Gewerkschaftsführer - Freund Friedrich Eberts - Reichskanzler- Eine politische Biographie

Karlludwig Rintelen

Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung Bauers vom marxistisch orientierten zum extrem rechtsstehenden Sozialdemokraten sowie die gesellschaftlichen Folgen dieses Positionswechsels. Alle für Bauer und seine Freunde relevanten Quellen wurden ausgewertet, darunter auch bisher unbekannte oder unberücksichtigt gebliebene. Fehldeutungen von marxistisch-leninistischen Prämissen her, die sehr oft auf Schmähungen parteirechter Sozialdemokraten hinauslaufen, wurden vermieden. Ebenso Verharmlosungen oder Verklärungen, die sehr oft mit «bürgerlich»-parteirechten Denkansätzen verbunden sind. Die Aktivitäten des während eines knappen Jahrzehnts sehr einflußreichen Politikers Bauer erscheinen im Ergebnis, ähnlich wie die seines Freundes Friedrich Ebert, als sehr widersprüchlich und überaus folgenschwer.
Aus dem Inhalt: Der Kampf des Gewerkschaftsführers und Reichstagsabgeordneten gegen Gesellschaftsordnung und Parteilinke - Bauers Rolle vor und bei der Weltkriegsinszenierung - Die Wendung von links nach rechts - Vom Gastwirt zum Reichskanzler - Die Freundschaft mit Ebert - Bauer und der Barmat-Skandal.