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Der Münchner Hof und Fuetrers «Buch der Abenteuer»

Literarische Kontinuität im Spätmittelalter

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Bernd Bastert

Das 'Buch der Abenteuer' erzählt einige der bekanntesten Artus- und Gralromane des 12./13. Jahrhunderts neu. Trotzdem sollte das im ausgehenden Mittelalter entstandene Werk nicht als anachronistischer Roman betrachtet werden, denn die traditionelle Ideologie und Mentalität des Rittertums blieb auch in dieser Zeit noch intakt. Zudem lassen sich die für Fuetrers Mäzen oft reklamierten humanistischen Neigungen nicht verifizieren. Daraus resultieren Konsequenzen für das am Münchner Hof geschriebene Abenteuerbuch. Es ist nicht Ausdruck einer - wie auch immer gearteten - Krisensituation, steht stattdessen in der Kontinuität überkommener Adelsliteratur. Fuetrers Roman erweist sich damit als Teil einer Tradition, die im Europa des ausgehenden 15. Jahrhunderts mit ähnlich umfangreichen Romanzyklen wie dem 'Buch der Abenteuer' einen Höhepunkt erreichte.
Aus dem Inhalt: Ökonomische Situation und militärische Bedeutung des Adels im Spätmittelalter - Zum literarischen Klima am Münchner Hof - Mäzen, Publikum und Autor - Aufbau und Struktur des Romans - Literatur für Kenner - Fuetrers Werk im europäischen Kontext.