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Grundzüge einer Hermeneutik des Alten Testaments

Joachim Becker

Die historisch-kritische Auslegung des Alten Testaments ist eine Selbstverständlichkeit geworden; dennoch bleiben viele Fragen offen. Die vorliegende Studie befaßt sich schwerpunktmäßig mit folgenden Problemstellungen: Ist der entsprechende Text oder die Endfassung Gegenstand der Auslegung? Hat der biblische Autor das Sagen oder der Text, vielleicht sogar erst in einer kanonischen Fassung? Darf man mit dem Text produktiv umgehen? Ist die Sache, um die es geht, nicht wichtiger als der Text? Ohne die historisch-kritische Ebene zu beeinträchtigen, erheben christliche Auslegungsprinzipien wie Schriftinspiration und Glaubenstradition neu ihren Anspruch. Eine besondere Herausforderung ist die Tatsache, daß das Alte Testament im Neuen Testament auf Christus gedeutet wird.
Aus dem Inhalt: Aspekte der rationalen Schriftauslegung - Schriftinspiration und Inerranz - Analogie des Glaubens - Kanonische Schriftauslegung - Christologische Deutung des Alten Testaments und ihre noematische Einordnung.