Show Less
Restricted access

Eichendorffs Italienische Reise

Textarbeit zum «Taugenichts»

Knut Rybka

Mit neuer Aufmerksamkeit für Eichendorffs literarhistorische Schriften versteht die Studie die Erzählung vom Taugenichts als eine Dichtung, die nicht mehr der romantischen Periode zuzurechnen ist, sondern sich mit dem ganzen klassisch-romantischen Komplex der «vornehmen Literatur» auseinandersetzt und dabei in kleiner Form besonders die «große Erzählung» dieser Epoche, Goethes «Italienische Reise», zu demontieren sucht. Deren universeller, nach Eichendorffs Einschätzung forcierter Kunstbegriff wird im «Taugenichts» aufgelöst zu dem eines improvisierte Geselligkeit vermittelnden und in der Dichtung von fast moderner Sprachskepsis durchsetzten Spiels.
Aus dem Inhalt: Eichendorffs «Taugenichts»: ein Stück Interims-Kunst - Goethes «Italienische Reise»: Arbeit am Werther-Komplex - Abschied von der klassisch-romantischen Fehde - Demontage der «Italienischen Reise» - Sprache der metaphorischen Form.