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Motivation zur Motion

Zur Bezeichnung von Frauen durch Feminina und Maskulina im Polnischen

Bärbel Miemietz

Die Untersuchung will den von der Polonistik vernachlässigten Bereich «Sprache und Geschlecht» und die von der feministischen Linguistik vernachlässigte polnische Sprache zusammenführen. Die relevanten Bereiche der polnischen Grammatik werden allgemein verständlich erklärt. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Anzeigentexten. Die konkurrierenden Mittel zur Bezeichnung von Frauen, moviertes Femininum und «feminines Indeklinabile» (= erstarrtes Maskulinum), erweisen sich als sozial determiniert (Prestigegefälle, weiblich/männliche Lebensbereiche) und aus sprachlichen Gründen (maskuline Flexion der «Indeklinabilia» in zahlreichen Verwendungsweisen) unterschiedlich gut zur Sichtbarmachung des Sexus geeignet. Entsprechend wird für die verstärkte Verwendung movierter Formen plädiert.
Aus dem Inhalt: Genus/Sexus - Movierung - Indeklinabilität - Appellativa/Eigennamen - Kodifizierte Norm/Gebrauchsnorm - Referenz - Anzeigentexte - Splitting.