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Das Heilige und das Königsheil

Werner Eichhorn

Die in vorchristliche Zeit reichende enge Verbindung von Kaiser und Gott, die auch die führenden Dynastien mit dem Nimbus des Heiligen umgibt, hat bis in die Neuzeit nachgewirkt. Im germanischen Sippenheil, dem römischen gottgleichen, dem byzantinischen gottähnlichen oder dem abendländischen Kaiser von Gottes Gnaden tritt uns das dem Herrscher inhärente «Heilige» vor Augen. Die Frage um «Das Heilige im Königsheil», wie sie seit den Darlegungen des Autors auf dem Internationalen Kongress für Religionsgeschichte in Marburg (1969) von einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit aufgegriffen wurde, vermag durch die Fülle historischer Tatsachen, die hier in geraffter Form vorliegen, einer Klärung nähergeführt zu werden.