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«Helden der Krise» in den Erzählungen Arthur Schnitzlers

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Claudia Roosen

Abonniert auf Leichtlebigkeit und Genuß, in ihrer Seele aber sensible Grenzgänger dieser Haltung, sehen sich Schnitzlers Helden plötzlich von den Chimären verdrängter Eindrücke und Bilder verfolgt, ohne sie dechiffrieren zu können. Die Schwerkraft, der sie als impressionistische Schöpfungen fast schon entkommen konnten, holt sie ultimativ ein und läßt sie schließlich vernichtet die Seiten wechseln: von den Beschäftigten zu den Müden, von Träumern zu Zynikern, von Besitzenden zu Besessenen, vom Leben zu Stagnation und Tod. Die vorliegende Studie thematisiert die psychologischen Momente des Umsturzes, welche das fragile Anfangs-Arrangement bei fortschreitender Handlung zerstören.
Aus dem Inhalt: Die Identifikationssehnsucht der wertenden Kritik - Schnitzlers Zugeständnisse an die Décadence - Das Stigmatisieren des impressionistischen Lebensstils in «Casanovas Heimfahrt», «Fräulein Else» und «Leutnant Gustl» - Moral, Doppelmoral und Moralboykott bei Schnitzler.