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Geschichtsphilosophie in kritischer Absicht im Übergang zu einer Teleologie der Apokalypse

Die Frankfurter Schule und die Geschichte

Wolfgang Bialas

Vorliegende Studie zeichnet die Herausbildung und Entwicklungsgeschichte des Konzeptes kritischer Theorie nach. Sie setzt an am Selbstverständnis der ersten Generation der Frankfurter Schule, kritische Theorie in praktischer Wirkungsabsicht zu sein. Rekonstruiert wird die Suche nach einem 'dritten Weg' zwischen bürgerlicher ('traditioneller') Theorie und dogmatischem Marxismus. Konzeptionell steht dabei die Begründung einer Entwicklungstheorie von Geschichte im Mittelpunkt, die geeignet ist, die ganze Spanne von Fortschrittsteleologie und negativ determinierter Destruktionsgeschichte als Ambivalenzen der Moderne auszuschreiten. Ausgehend von der Zeitschrift für Sozialforschung werden insbesondere die Entwicklungswege von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse verfolgt.
Aus dem Inhalt: Konzept kritischer Theorie - Negative Dialektik der Aufklärung - Verhältnis von Theorie und Praxis - Interdisziplinärer Materialismus - Entwicklungslogik und Subjekt der Geschichte.