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Die Entstehung der tonalen Klangsyntax

Roland Eberlein

Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts weisen Syntax-ähnliche Regelmäßigkeiten in der Abfolge von Tönen und Akkorden auf. Wie und warum entstanden diese Regelmäßigkeiten? Das Buch stellt die Entwicklung der Satztechnik vom Mittelalter bis ca. 1700 dar und geht den Ursachen jedes einzelnen Entwicklungsschritts nach. Das Studium der Kompositionen und theoretischen Schriften ergibt hierzu aufschlußreiche Indizien, die sich verknüpfen lassen mit musikpsychologischen Erkenntnissen über die musikalische Wahrnehmung und deren Formbarkeit durch musikalische Erfahrung. Auf diese Weise entsteht ein Erklärungsmodell, das musikhistorische und musikpsychologische Einsichten zu einer Synthese verschmilzt und ein neues, tieferes Verständnis der Musikgeschichte ermöglicht.
Aus dem Inhalt: Auszählung von Klangfolgen in Musik des 18. und 19. Jahrhunderts - Konsonanzwahrnehmung - Melodienwahrnehmung und Tonsystem - Konsonanzeinteilung - Konsonanzfolgeregeln - Parallelenverbot - Regeln der Dissonanzbehandlung, deren Entstehung und Wandel - Die Entstehung konsonanter/dissonanzhaltiger Klangfolgen - Ein Modell der klangsyntaktischen Entwicklungsprozesse - Anhang: 4 Experimente zur Wahrnehmung von Klangfolgen.