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Studenten der Christian-Albrechts-Universität im Dritten Reich

Zum Verhaltensmuster der Studenten in den ersten Herrschaftsjahren des Nationalsozialismus

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Matthias Wieben

Während die Studenten an den deutschen Hochschulen lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten als politische Sympathisanten der NSDAP galten, verstärkten sich bei nicht wenigen von ihnen bereits 1933 gewisse Vorbehalte gegen die neue Hochschulpolitik. Ausgehend von dieser Situation beschreibt der Autor die politische Orientierung der Kieler Studenten vor und nach der «Machtergreifung». Die Verhaltensmuster der Studenten werden am Beispiel dreier Gruppen der CAU erläutert und analysiert: die Kieler Studentenschaft, die Korporationen sowie die christlichen Studenten aus dem Umfeld der Bekennenden Kirche. Ihre jeweiligen Ideen und Ziele umfaßten ein breites Meinungsspektrum, das zur nationalsozialistischen Ideologie partiell im Widerspruch stand. Die sich daraus ergebenden Konflikte verhinderten zwar den Aufbau der «neuen nationalsozialistischen Universität», einen Weg zum Widerstand gegen Rassismus und Verfolgung Andersdenkender fanden diese Studenten aber nicht.
Aus dem Inhalt: Die Kieler Studentenschaft - Die Gleichschaltung der Studentenschaft - Die Kameradschaftshäuser - Die Vertreibung jüdischer Studenten - Dissens studentischer Gruppen.