Show Less
Restricted access

Die Anfänge der Vernichtung «lebensunwerten Lebens» in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen und Wartheland 1939/40

Volker Riess

Die Arbeit rekonstruiert und analysiert mangels ausreichender zeitgenössischer Quellen durch kritische Auswertung von Strafverfahrensunterlagen Morde von 1939/40 an Kranken, Behinderten, Asozialen, Prostituierten und Zigeunern in den aus polnischem Gebiet neugebildeten Reichsgauen Danzig-Westpreußen und Wartheland. Die Opfer der Erschießungen und Vergasungen waren zum Teil aus Pommern deportiert worden. Regionale NS-Funktionäre wollten die Vernichtungen. Ausgelöst durch den Krieg erfolgten sie meist mit Hilfe und Billigung Himmlers und Hitlers. Dies führte zur Bereitstellung von Exekutoren (SS, Selbstschutz und Sicherheitspolizei) und zur Einführung von Kohlenmonoxyd zur Tötung, bevor es bei der reichsweiten «Euthanasie» verwendet wurde.
Aus dem Inhalt: Erschießungen pommerscher und westpreußischer Anstaltspatienten, Prostituierter, Asozialer und Zigeuner in Danzig-Westpreußen sowie Patienten im Wartheland - Einführung von Gaskammern - Massenvergasungen.