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«Wer mehr kann, kommt voran»

Berufliche Fort- und Weiterbildung in den 50er Jahren am Beispiel Hamburg- Ein Beitrag zur westdeutschen Gesellschaftsgeschichte

Joachim Drescher

Berufliche Fort- und Weiterbildung gilt vielen heute immer noch als ein Produkt der westdeutschen Bildungsreform der 70er Jahre - eine verbreitete Fehleinschätzung. Bereits in den frühen 50er Jahren entwickelte sich vor dem Hintergrund eines wirtschaftlichen Strukturumbruchs, beginnender Bildungsexpansion und sozialem Wandel berufliche Fort- und Weiterbildung auf breiter Grundlage. Die vom Staat, von Verbänden und Gewerkschaften getragenen Fort- und Weiterbildungen wiederum beeinflußten die historischen Bestimmungsfaktoren und veränderten sie. Das Beispiel Hamburg zeigt: Wirtschaftsentwicklung und Schulpolitik waren mit der beruflichen Fortbildung junger Erwachsener eng verbunden. Darüber hinaus entsprach die breite Palette der angebotenen Fortbildungen dem Aufstiegsstreben der «skeptischen» Nachkriegsgeneration.
Aus dem Inhalt: Berufliche Fort- und Weiterbildung in den 50er Jahren: «Humankapital» im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Strukturumbruch, beginnender Bildungsexpansion und sozialem Wandel.