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Daz jemant singet oder sait ...

Das volkstümliche Lied als Quelle zur Mentalitätengeschichte des Mittelalters

Bertrand-Michael Buchmann

Gefühlswerte und Verhaltensnormen des mittelalterlichen Menschen sind durch das volkstümliche Lied überliefert worden. In ihm haben politische Akteure, Sagenfiguren und Märchengestalten Leben gewonnen. Der Autor führt den Leser mit Hilfe seiner Interpretationen ausgewählter Texte in das kollektive Denken von Rittern, Bürgern und Bauern ein; er läßt ihn an einer Wallfahrt, einem Judenpogrom, einem Geißlerzug, an Schlachten, Gewalttaten und Freßgelagen teilnehmen. So gewährt das volkstümliche Lied als Quelle zur Mentalitätengeschichte Einblicke in das kraftvolle Farbenspiel des deutschen Mittelalters mit seinem Spannungsverhältnis von Phantasie und Wirklichkeit, von Glaube und Aberglaube, von Lebensfreude und Todesfurcht.
Aus dem Inhalt: Gefolgschaftstreue - Feudalismus - Bruderkrieg - Fürstenpreis - Kreuzzug - Ritterschlacht - Geißlerzug - Ständestreit - Pilgerfahrt - Raubritter - Königsmord - Feindbilder - Propaganda - Glaube - Tod - Genuß - Sage - Märchen - Rätsel.