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Der junge Anton Wildgans

Von der Erfahrung gehemmten Lebens zum Ideal der Dichtkunst als Lebenshilfe

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Carmen Friedel

Durch die zeitbedingte Wandelbarkeit der literarischen Kritik erscheint es angezeigt, das Werk des Juristen und zweimaligen Direktors des Wiener Burgtheaters Anton Wildgans neu ins Bewußtsein zu rufen. Die Darstellung seiner Jugend soll die Grundlagen für ein tieferes Begreifen seines Wesens und seiner Anliegen bieten. So erklärt sich aus der Flucht des Zwölfjährigen in die Welt der Dichtung als Mittel zur Bewältigung seelischer Nöte seine frühe Hingabe an jene Aufgabe, der er dann zur Sinngebung der eigenen leidvollen Erfahrungen immer wieder gerecht zu werden suchte: kraft des Wortes in anderen die Fähigkeit zu stärken, Belastendes zu ertragen, Verletzendes zu verwinden, selbst heilend zu wirken. Dies trug ihm dereinst jene Liebe ein, die aus dem Gefühl gegenseitigen Verstehens erwächst. Die Werte in seinem geistigen Erbe aufzuspüren, verspricht, den Menschen im Ringen um die Lösung ihrer Daseinsprobleme zu helfen.
Aus dem Inhalt: Verlusterlebnisse infolge von Schicksalsschlägen in der Familie - Gewissenskonflikt wegen des Hangs zum Dichten bei materieller Abhängigkeit - Beglückung durch den Freundeskreis, Musik und Theater, das Wien des fin de siècle und die heimatliche Natur - Eine Reise zu fernen Erdteilen - Das Sich-Erarbeiten der persönlichen Ausdrucksform in der Dichtkunst.