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Denkbilder

Wandlungen literarischen und ästhetischen Sprechens in der Moderne

Ralph Köhnen

Bildlichkeit ist eine zentrale Kategorie nicht nur der Ästhetik seit Mitte des 18. Jahrhunderts, sondern mittlerweile auch eines Alltags, der immer stärker bildmedial erfahrbar wird. Dies hat auch diese Aufsatzsammlung über Denkbilder motiviert, kurze literarische Texte also, die einen anschaulichen Moment entfalten und seine Subjektivität prägnant werden lassen für allgemeingültige Zusammenhänge. In einem historischen Längsschnitt von Winckelmann/Lessing bis Handke/Ransmayr soll deutlich werden, wie der Bildanteil die Sprache verflüssigt und feste Bedeutungsgefüge lockert, zumal in Zeiten der Krise der Repräsentanz. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten des literarischen Sprechens, die interdisziplinär in ihren historischen Zusammenhängen dargestellt werden.
Aus dem Inhalt: Denkbilder, das Anschauliche in der Literatur, werden im historischen Längsschnitt behandelt von Winckelmann, Lessing, Herder, Frühromantik, Nietzsche, Wittgenstein, Musil, Benjamin, Rilke, Joyce, Proust, Benn, Kafka, Handke und Ransmayr.