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Von Hegel zu Hitler

Die politische Verwirklichung einer totalitären Machtstaatstheorie in Deutschland (1815-1945)

Hubert Kiesewetter

Dieses Buch analysiert die vielfältigen Verstrickungen deutscher Wissenschaftler mit dem Nationalsozialismus. Diese währten von Hitlers Aufstieg in der DAP/NSDAP nach dem Ersten Weltkrieg bis zu dessen Selbstmord am 30. April 1945. Ohne massive Unterstützung durch die Wissenschaften und die Intellektuellen wäre das Dritte Reich bald zusammengebrochen. Hegels politischer Einfluß auf die allmähliche Verwirklichung eines militärischen Machtstaates in Deutschland von Bismarck über Wilhelm II. bis zu Hitler wird verdrängt und verschwiegen. Die zentrale These des Buches besteht darin, daß nicht Rassismus, Antisemitismus und Weltwirtschaftskrise die Machtergreifung der Nationalsozialisten ermöglicht haben, sondern Hitlers Propaganda für den totalitären Zentralstaat. Hegel hatte in seiner Rechtsphilosophie die modernste und entwickelteste totalitäre Staatslehre entworfen, auf die sich Wissenschaftler und Politiker seit 1821 in ihrem Kampf gegen Individualismus, Liberalismus und Parlamentarismus über 120 Jahre lang stützen konnten. Die Etablierung eines totalitären Machtstaates war die wichtigste Ursache der deutschen Katastrophe. Sein Aufstieg und Untergang werden hier dargestellt und erklärt.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der politischen Philosophie Hegels - Die Dialektik einer organischen Machtstaatstheorie - Der politische Einfluß Hegels im 19. Jahrhundert - Der Kampf gegen die Weimarer Republik - Wissenschaft und Drittes Reich.