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Das Jesuitenbild des russischen Slavophilen Ju.F. Samarin (1819-1876)

Eine sozialpsychologische Studie

Peter Müller

Über Ju.F. Samarins (1819-1876) Schrift «Іезуиты и ихъ отношеніе къ Россіи» aus dem Jahre 1865 ist bisher keine umfassende wissenschaftliche Arbeit erschienen. Diese Lücke füllt der Autor durch seine sozialpsychologische Studie. Methode und Ergebnis der stereotypen Jesuitenpolemik des Slavophilen Samarin werden als Ausdruck einer kollektiven Identitätskrise der russischen Intellektuellen im 19. Jahrhundert auf Grund des Kulturkontaktes von Westeuropa und Rußland verstanden. Als Metatheorie für die Untersuchung instrumentalisiert der Autor C.G. Jungs Analytische Psychologie, die er als wissenschaftlichen Systematisierungsversuch typologisch-romantischer und mystischer Erfahrungen ansieht. Am Schluß der Darstellung erfolgt ein Blick auf die Bedeutung des Jesuitenbildes von Samarin für die Untersuchung der aktuellen politischen und sozialen Strömungen in Rußland.
Aus dem Inhalt: Slavophile und theokratische Westler in Rußland während des 19. Jh. - Das Jesuitenbild von Ju. F. Samarin - Der Autostereotyp des homo russico-orthodoxus - C.G. Jungs Analytische Psychologie als Metatheorie.