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Weiblichkeit in Romanen Max Frischs

Ursula Haupt

«Du sollst dir kein Bildnis machen», fordert Max Frisch nicht nur in seinem Roman Stiller. Verstößt er bei der Darstellung von Frauen gegen seinen eigenen Anspruch? Dieser Frage geht die Autorin des vorliegenden Buches nach. Sie stellt anhand kritischer Detailanalysen fest, daß Frisch in seinen weiblichen Romanfiguren zwar differenzierte Charaktere beschreibt, aber im wesentlichen zwei Typen variiert: komplizierte und mädchenhafte Frauen. Im zweiten Teil der Arbeit fragt sie nach mythologischen und kulturgeschichtlichen Vor-Bildern für diese Typisierungen. Die Studie versteht sich als Beitrag zur Erforschung kultureller Bilderproduktion und -tradition.
Aus dem Inhalt: Frauenbilder der Romane Die Schwierigen, Stiller, Homo faber, Gantenbein und Montauk - Komplizierte Frauen: Selbstbestimmung, Rätselhaftigkeit, bedrohliche Sexualität - Mädchenhafte Frauen: erotische Unerfahrenheit, Schutz- und Hilfsbedürftigkeit, Jugend.