Show Less
Restricted access

Frau im Spiegel: Die Selben und die Andere zwischen Welt und Text

Von Herren, Fremden und Frauen, ein 16. Jahrhundert

Elisabeth Tiller

Ziel dieser Untersuchung ist die Einsichtnahme in Mechanismen des Umgangs mit dem Selbst und dem Anderen während des 16. Jahrhunderts, um Strukturen festzumachen, die sowohl gesamtgesellschaftliche als auch zwischengeschlechtliche Abläufe der Etablierung von Individuen oder Gruppen beschreiben können. Ein erster Block perspektiviert Bewegungen, Ereignisse und Mechanismen, die den abendländischen Funktionsraum Gesellschaft durchdringen und organisieren. Der zweite Block kreist um die Frau als Objekt der unterschiedlichsten Wissens- und Alltagsdiskurse sowie um die Lebenswelt der Frauen: um den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht als Sonderfall des Umgangs mit dem Anderen. Der dritte Block beschäftigt sich mit einem Phänomen, welches die diskursivierte Rolle der Frau durchbricht: mit jenen Autorinnen, die im 16. Jahrhundert in relativ großer Zahl zur Feder greifen und an den Diskursen teilhaben.
Aus dem Inhalt: Übergänge. Das 16. Jahrhundert: Vom Anderen, dem Bösen und dem Tod über Bedrohung und Zerstörung zu Denken und Weltbild. Raum. Zeit. Körper - Diskurse und Lebenswelt - Die Frau/en im 16. Jahrhundert: Von Normierung und Unterweisung, der Diskursivierung der Frau und der Weiblichkeit zur Lebenswelt der Frauen im 16. Jahrhundert - Die Frau als Autorin - Der Eintritt weiblicher Sprecher in den Raum der Diskurse: Autorinnen des 16. Jahrhunderts in Italien, Frankreich und Deutschland.