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«Daß sie den Zigeuner-Habit ablegen»

Die Geschichte der «Zigeuner-Kolonien» zwischen Wittgenstein und Westerwald

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Ulrich Opfermann and Ulrich Opfermann

Die Zigeuner-Kolonien in Wittgenstein gelten als die ältesten Deutschlands. Der Autor beschreibt die Zuwanderung von Sinti-Familien in die Landschaft zwischen Rothaargebirge und Westerwald im 17. Jahrhundert, ihre Duldung und Niederlassung im 18. Jahrhundert und den widerspruchsvollen Prozeß von Eingliederung und Zurückweisung im 19. und 20. Jahrhundert, der in der Vernichtung endete. Vor allem auf der Grundlage bislang weitgehend unbekannter Quellen werden die zunehmende Verflechtung der «zigeunerischen» Minderheit und der jenischen «Meckese» mit der Mehrheitsgesellschaft wie auch deren Abwehrstrategien sichtbar gemacht. Dabei entsteht ein farbiges Bild der Lebenssituation und der Alltagsbeziehungen zu den Eingesessenen und zu den staatlichen Autoritäten.
Aus dem Inhalt: Zuwanderung - Niederlassungen - Reisende Gruppen - Haltung der Mehrheitsbevölkerung - Haltung der Landesherren - «Civilisierung» - Rechtsvorschriften - Lebensverhältnisse - Eingliederung - Literarische und volkstümliche Überlieferung - NS-Darstellungen - Von der Abgrenzung zur Beendigung - NS-Prozesse.