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Max Horkheimer als Moralphilosoph

Studie zur Kritischen Theorie

Dieter Stephan Sattler

Max Horkheimer (1895-1973), der spiritus rector der Frankfurter Schule, hat keine explizite Morallehre ausgearbeitet. Aber sein Werk ist, wie diese Studie zeigt, in hohem Grade «moralphilosophisch» infiziert. So bedeutete auch Horkheimers von Schopenhauer beeinflußte pessimistische Spätphilosophie keineswegs einen Abfall von der «reinen» marxistischen Lehre der frühen Kritischen Theorie. Vielmehr besann sich der Sozialphilosoph nach seinem «Abschied von der Geschichtsphilosophie» wieder verstärkt auf die moralischen Grundlagen der Kritischen Theorie.
Aus dem Inhalt: Moralische Impulse des jungen Horkheimer - Der Einfluß Schopenhauers auf die frühen Novellen - Horkheimers Kant-Kritik - Von Kant zu Hegel und Marx - Horkheimer als pessimistischer Materialist - Materialismus und Moral - Die Dialektik der Aufklärung als Abschied von der Geschichtsphilosophie - Rückkehr zu Schopenhauer - Horkheimers paradoxe Fundierung der Moral - Die Sehnsucht nach dem Anderen.