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Gegen Apartheid und für Gewerkschaftsfreiheit

Die Südafrikapolitik der Internationalen Union der Lebens- und Genussmittelarbeiter/innen-Gewerkschaften (1950-1992)

Peter Rütters

Das Apartheidsystem in Südafrika verhinderte fast bis Ende der 80er Jahre die gesellschaftliche und politische Anerkennung schwarzer und nicht-rassischer Gewerkschaften. Mit intensiver Unterstützung internationaler Gewerkschaftsorganisationen gelang es ihnen seit Mitte der 70er Jahre, sich dennoch zu etablieren, wachsende Konfliktfähigkeit zu gewinnen und zu wichtigen politischen Akteuren im Kampf gegen das Apartheidsystem zu werden. Diese Doppelfunktion war von den Gewerkschaftsinternationalen politisch gewollt. Am Beispiel der Lebensmittelarbeiter-Internationale (IUL) werden Möglichkeiten internationaler Gewerkschaftsorganisationen untersucht, durch Organisationshilfen, Einflußnahmen auf in Südafrika tätige multinationale Konzerne, Konfliktunterstützung, politische Aktionen die Handlungsfähigkeit einzelner Verbände zu verbessern und grundsätzlich: die Anerkennung gewerkschaftlicher Grundfreiheiten zu erwirken und damit zur Überwindung des Apartheidsystems beizutragen.
Aus dem Inhalt: Untersuchung über die Wirkungsmöglichkeiten internationaler Gewerkschaftspolitik am Beispiel der Unterstützung südafrikanischer schwarzer/nicht-rassischer Gewerkschaften durch die IUL, einem Internationalen Berufssekretariat.