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Emotion und Sprache

Zur Definition der Emotion und ihren Beziehungen zu kognitiven Prozessen, dem Gedächtnis und der Sprache

Marco W. Battacchi, Thomas Suslow and Margherita Renna

Die Elemente derzeitiger Emotionsdefinitionen werden unter Anwendung des «As well as»-Ansatzes zu einem umfassenden Bild des Phänomens «Emotion» geordnet. Es wird Stellung genommen zu drei Momenten der Beteiligung kognitiver Prozesse an Emotionen, die bisher wiederholt verkannt wurden. Das Verhältnis Emotion-Gedächtnis wird anhand der Effekte des stimmungsabhängigen Erinnerns und der Stimmungskongruenz dargestellt. Es werden die Bedingungen des Erwerbes des Emotionsvokabulars und die Rolle der Emotionen in Hinblick auf Funktionen und Bedeutungen der Sprache erörtert. Unter Bezugnahme auf das Mannheimer Modell der Sprachbildung und das emotionale assoziative Netzwerk wird ein prototheoretischer Ansatz zum Einfluß von Emotionen auf den Inhalt spontaner Sprachproduktionen entwickelt. Die affektive Sprachinhaltsanalyse wird als Methode zur Messung von Zustandsemotionen vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Emotionsdefinition - Verhältnis von Emotion und Kognition - Funktionen und Bedeutungen der Sprache - Stimmungsabhängiges Gedächtnis - Einfluß der Emotionen auf das Sprechen - Affektive Sprachinhaltsanalyse.