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Strategien indirekter Rationalität

Essays zur österreichischen Philosophie und Wissenschaftstheorie

Friedrich G. Wallner

Bestimmend für die hier getroffene Auswahl der Arbeiten ist Friedrich Wallners Interesse an der Tradition der österreichischen Philosophie und Wissenschaftstheorie: Dieses richtet sich nicht so sehr auf die historiographische Rekonstruktion, sondern viel mehr auf die theoretisch-philosophische Entwicklung solcher Traditionen als Beiträge zur zeitgenössischen Debatte in der Epistemologie. Der programmatische Titel Strategien indirekter Rationalität gilt richtungweisend für alle im Buch vorhandenen Gebiete der Forschung und beschreibt eine pluralistische, vielseitig orientierte Perspektive. Diese Perspektive beweist - nach einer der wichtigsten Lehren Wittgensteins - wie sich das philosophische Tun nicht in einer «einseitigen Diät» erschöpfen kann, sondern aus mehreren Methoden und «gleichsam verschiedenen Therapien» besteht.
Aus dem Inhalt: Der neue Stellenwert von Sprache, Philosophie und Wissenschaft - Philosophische Tradition und analytische Philosophie: Versuch zu einer Konvergenz - Hertz, Boltzmann und Wittgenstein - Wittgenstein und Neurath: Ein Vergleich von Intention und Denkstil - Von der Auflösung der Philosophie zu ihrer Rekonstitution - Eine Neubesinnung auf Wittgensteins Philosophie - Das Konzept einer Philosophie als Dichtung und einer Dichtung als Philosophie - Der «gute Gott» der Unmittelbarkeit. Einsicht und Deutung bei Ingeborg Bachmann - Ironie als Strategie indirekter Rationalität bei Robert Musil - Legitimation und Verfremdung: Anton Webern und die Philosophie.