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Veränderungen der Sprachfähigkeiten Jugendlicher

Eine Untersuchung zu AbituraufsEine Untersuchung zu Abituraufsätzen von den Vierziger- bis zu den Neunzigerjahren

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Hannelore Grimm

Zu den unausrottbaren Vorurteilen nicht nur der deutschen, sondern wohl in allen Sprachgemeinschaften aller Zeiten gehört die Überzeugung, dass die Sprache «verfällt», dass sie sich zum Schlechten verändert. Dass insbesondere die sprachlichen Fähigkeiten Jugendlicher heute schlechter sind als früher, ist eine gängige Meinung. Obwohl von «Sprachverfall» – vor allem in den Medien – immer wieder die Rede ist, gibt es hierzu keine soliden Untersuchungen. Aussagen zu diesem Thema beziehen sich in der Regel nur auf einen zeitlich fixierten Zustand. In dieser Untersuchung, in der es schwerpunktmäßig um den Wortschatz von Abiturienten geht, wird jedoch diachron vorgegangen – das Textmaterial wurde über einen größeren Zeitraum untersucht und verglichen. Das Können der Jugendlichen lässt sich somit relativ zu dem früherer Generationen nachweisen. Die so gewonnenen empirischen Daten zum sprachlichen Leistungsstand der Abiturienten zeigen, dass die Behauptung vom Leistungsabfall nicht haltbar ist. Damit widerlegen die Ergebnisse manche weit verbreiteten Vorurteile und können die derzeit geführte Diskussion über die PISA-Studie ergänzen.
Aus dem Inhalt: Abituraufsätze als Untersuchungsmaterial – Korpuserstellung – Statistische Auswertungen auf der Text-, Satz- und Wortebene – Die Analyse des Wortschatzes – Der Gesamtwortschatz des Untersuchungsmaterials – Der substantivische Wortschatz – Substantiv und Wortbildung.