Show Less
Restricted access

Pop-Korn und Blut-Maniok

Lokale und wissenschaftliche Imaginationen der Geschlechterbeziehungen in Lateinamerika

Patrizia E. Zuckerhut, Barbara Grubner and Eva Kalny

Der Sammelband Pop-Korn und Blut-Maniok befasst sich mit sozialanthropologischen Konzeptualisierungen von (Macht-)Verhältnissen zwischen den Geschlechtern. Auf der Grundlage ethnographisch-ethnologischer Untersuchungen so unterschiedlicher Gesellschaften wie den Hochkulturen Mexikos, indigenen Gruppen des Amazonastieflands sowie indigenen Gruppen des gegenwärtigen Mexiko und Guatemala wird den aus der marxistisch-feministischen Anthropologie stammenden Konzepten der Geschlechteregalität, der Geschlechterkomplementarität und der Geschlechterparallelität nachgegangen und ein Bezug zum feministischen Differenzansatz hergestellt. Das Buch leistet durch den Fokus auf die unterschiedlichen Problemfelder, die eine verstärkte Kontextualisierung anthropologischer Konzepte mit sich bringt, einen Beitrag zur Grundlagendiskussion um den Begriff der Macht.
Aus dem Inhalt: Elke Mader: Vorwort – Bärbel Grubner/Patricia Zuckerhut/Eva Kalny/Ernst Halbmayer: Egalität, Komplementarität, Parallelität und Hierarchie: Neues aus der Geschlechterforschung Lateinamerikas – Susan Schroeder: Indianische Frauen des frühen Mexiko: ein Überblick – Patricia Zuckerhut: Männer sind Krieger - Frauen sind Hausfrauen und Mütter? Zwischen Gleichwertigkeit und Hierarchie: Geschlechterrollen und Geschlechtsidentität bei den Nahua im zentralen Mexiko des frühen 16. Jahrhunderts – Soledad González Montes: Beiträge zu einer Anthropologie der Geschlechterbeziehungen in Lateinamerika – Eva Kalny: Komplementarität zu Lasten von Frauen. Konzeptionen von Körper und Sexualität bei Maya-Kichés in Guatemala – Irène Bellier: Überlegungen zur Genderfrage in amazonischen Gesellschaften – Bärbel Grubner: Das Gegebene und das Konstruierte. Körper und Geschlecht in Amazonien – Ernst Halbmayer: Paradoxien der Macht. Menstruation und Initiation als geschlechtsspezifische Meidung und Kontaktetablierung bei den südamerikanischen Carib-SprecherInnen.