Show Less
Restricted access

Zwischen Traum und Trauma

Ernst Jüngers Frühwerk

Michael Gnädinger

Ernst Jünger – so die These dieser Arbeit – ist es während des Ersten Weltkrieges gelungen, psychische Überlebensstrategien zu entwickeln, die es ihm ermöglichten, das Kriegsgeschehen für lange Zeit als persönlichkeitsfördernd und identitätsstiftend zu erfahren bzw. zu interpretieren. Je länger der Alptraum Krieg jedoch dauerte, desto schwerer wurde die psychische Abwehr der realen, menschenzerstörenden Inhalte des Krieges. Wie Jünger in der Nachkriegszeit die persönlichkeitsstiftend-heroischen und die psychisch-zerstörerischen Elemente seiner Kriegserlebnisse literarisch beschrieben und bewältigt hat, wird in dieser Studie unter den bislang vernachlässigten Perspektiven von Traum und Trauma untersucht.
Aus dem Inhalt: Der Erste Weltkrieg und Ernst Jüngers Kriegserlebnis – Die Suche nach einem sensiblen Ernst Jünger: eine alternative Lektürestrategie – Tagtraumphantasien als psychisches Überlebensmodell – Die psycho-traumatische Perspektive: Literatur als Therapie?