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Das Projekt der «ideologisch-verwissenschaftlichten» Menschenbildung

Bildungstheoretisch-problemgeschichtliche Analysen zu Indoktrination und politischer Bildung in Deutschland zwischen 1945 und 1970

Thomas Gatzemann

Die Arbeit wendet sich in einem zweifachen Sinne heiklen pädagogischen Konzepten zu: Sie untersucht die Entwicklung des ideologisch-verwissenschaftlichten Standpunktes politischer Bildung in der DDR. Der steht für eine ideologieausgerichtete Menschenbildung, die für sich den Anspruch erhoben hat als wissenschaftlich zu gelten, dabei jedoch die Grenzen zur Indoktrination überschritten hat. Es geht aber auch um die Problematik der Konzepte, die sich ausdrücklich als widerstreitende Alternative dazu verstanden haben. Analysiert werden theoretische Kontroversen und konkrete Bildungspläne, wobei affine und divergierende Entwicklungstrends in der bildungspolitischen und -theoretischen Ausrichtung herausgearbeitet werden. Am Ende stehen Kriterien, die den Begriff «Indoktrination» aus bildungstheoretischer Sicht bestimmen.
Aus dem Inhalt: Politische Bildung – Analyse theoretischer Kontroversen und konkreter Bildungspläne in Ost- und Westdeutschland zwischen 1945 und 1970 – Untersuchung bildungstheoretischer Argumentationsmuster zur Begünstigung und Beeinträchtigung von Indoktrination.