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«The Other Reader»

Erzählkonstruktionen im Jugendroman in den USA seit den 1960er Jahren

Reinhard Isensee

Welches sind die spezifischen Charakteristiken der Erzählweise in der Jugendliteratur und welche literaturwissenschaftlichen Kategorien sind geeignet, sie zu entschlüsseln und sinnfällig zu machen? Welches sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen jugendliterarischen Texten und solchen für erwachsene Leser und Leserinnen? Welche Konsequenzen hat eine den adoleszenten Leser bzw. die adoleszente Leserin favorisierende theoretische Perspektive für die poetologische Bestimmung des Genres der Jugendliteratur? Und schließlich, welche Impulse lassen sich von den Eigenheiten der literarischen Konstruktion in der Jugendliteratur und ihrer «anderen» Leser und Leserinnen für die gegenwärtigen Debatten in der Literaturwissenschaft und -theorie über die Funktion und den Platz von (Print)Literatur im elektronischen Medienzeitalter ableiten? Diese Fragen stehen im Zentrum der Untersuchung der amerikanischen Jugendliteratur, wie sie in diesem Buch anhand einer breit angelegten kritischen Diskussion der Entwicklungsetappen und der literarischen Besonderheiten des Genres im Kontext der Theoriebildung in den USA, Kanada, Großbritannien und der Bundesrepublik sowie anhand der Deutung markanter Erzählparadigmen der literarischen Repräsentation von Adoleszenz in ausgewählten Jugendromanen seit den 1960er Jahren entfaltet wird.
Aus dem Inhalt: Jugendliteratur – Lesen und die/der adoleszente Leser/in im digitalen Zeitalter – Jugendliteratur und amerikanische Kultur – Jugendliteratur und Literaturwissenschaft – Erzählparadigmen im amerikanischen Jugendroman seit den 1960er Jahren – Konstruktionen von Adoleszenzbildern zwischen Konvention und Innovation – Repräsentationen des/der Anderen: Soziale, ethnische Geschlechter- und Altersdifferenz – Die Welt der Erwachsenen im adoleszenten (Gegen-)Entwurf von Welt – Jugendliteratur zwischen dem Age of Typography und Second Media Age.